Plaza Victoria Zweiter Akt
- Raquel Iglesias Serrano
- 4. Feb. 2025
- 29 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 9. Feb. 2025
2.Akt 1.Szene
(Das gesamte Personal war versammelt im Pausenraum und sprach aufgeregt.)
Tratschweib 1: Das kann einfach nicht wahr sein. Du musst dich verhört haben!
Tratschweib 2: Ich wünschte, es wäre so.
Tratschweib 3: Vielleicht wurde deshalb die Feier gestern Abend abgesagt? Ich hatte mich schon so darauf gefreut.
Tratschweib 2: Ach du, immer hasst du nur Feiern im Kopf. Die Madam hat gerade den Jungen entlassen.
Tratschweib 3: Das würde die Madam niemals tun.
(In diesem Moment betraten Nora und Joseph den Pausenraum und gingen direkt zu den Tratschweibern.)
Nora: Ist es wahr?
Tratschweib 2: Ich habe auch nur davon gehört.
Joseph: Das kann nicht sein! Madame würde so etwas nie tun.
Tratschweib 3: Das habe ich auch gesagt!
(George betritt den Personalraum)
George: Ist Ricardo hier?
Nora: George, ist es wahr?
George: Nora, ich fürchte ja.
(Das Personal reagiert erschrocken)
Joseph: Wo ist er?
George: Ich suche ihn gerade. Wisst ihr nicht, wo er sein könnte?
Nora: Ist er nicht in seinem Büro?
George: Nein, er ist nicht dort. Ich war gerade da.
Joseph: Ich habe eine Idee, wo er sein könnte. Kommt, wir schauen im Keller nach. Es gibt dort einen Raum, in den er manchmal geht, um in Ruhe nachzudenken.
Nora: Ich gehe mit euch!
George: Der Rest soll weiterarbeiten. Alles muss wie üblich weiterlaufen. Die Gäste dürfen nichts bemerken.
(Alle verlassen hastig den Personalraum)
2.Akt 2.Szene
(Ricardo saß mit Olivia auf alten Holzkisten im Keller, dem Raum, wo die Schuhe geputzt werden.)
Ricardo: Hier hat alles angefangen. Ich kann nicht glauben, dass alles vorbei ist.
Olivia: Richard, es tut mir so leid.
Ricardo: Es gibt keinen Richard mehr, es gibt nur noch Ricardo.
Olivia: Das ist alles meine Schuld! Ich weiß nicht, was vorgefallen ist. Ich verstehe es nicht. Bevor ich gestern ging, war noch alles gut bei Madame.
Ricardo: Was gibt es daran, nicht zu verstehen? Vincent war uns immer einen Schritt voraus. Er hat bekommen, was er wollte. Nein, es ist meine Schuld. Ich hätte auf mein Bauchgefühl hören sollen. Schon wieder habe ich mich von Vincent täuschen lassen. Dass er deine Idee gestohlen hat, war nur ein Spiel für ihn. Ich hätte ihn nie aus den Augen lassen dürfen. Ich hätte es besser wissen müssen. Du bist nicht die Erste, die er so hinters Licht geführt hat. Ich hatte wirklich gehofft, dass die vier Jahre ihn verändert hätten. Diesem Kerl kann man einfach nicht trauen.
Olivia: Das ist lieb von dir, aber ich fühle mich trotzdem verantwortlich. Was sollen wir jetzt tun?
Ricardo: Ich weiß es nicht, das ist das erste Mal, dass ich nicht weiß, was ich tun soll. Ich fühle mich so leer.
Olivia: Ricardo, du musst kämpfen. Du darfst ihn nicht so einfach gewinnen lassen.
(In diesem Moment betraten George, Nora und Joseph den Raum.)
George: Zum Glück bist du hier.
Joseph: Ich wusste, dass wir dich hier finden würden.
Nora: Bitte sag mir, dass es nicht wahr ist.
Ricardo: Doch, es ist wahr.
Nora: Was wird jetzt aus dem Tanzlokal?
Ricardo: Ist das alles, was dich interessiert? Was mit dem Tanzlokal geschieht? Ich wurde gerade entlassen. Dies hier ist mein Zuhause, ich habe alles verloren. Was kümmert mich dein Tanzlokal? Aus dem Tanzlokal wird ein Weinhandel. Bedanke dich bei deinem Freund Vincent.
Nora: Das habe ich nicht so gemeint.
Ricardo: Oh nein? So hast du es nicht gemeint? Selbstverständlich hast du es so gemeint. Für dich war ich doch immer nur der kleine Junge, der deine Schichten übernimmt, damit du zu deinen Castings gehen kannst. Der nette Ricardo, der immer für jeden da ist. Jetzt musst du dir jemand anderen suchen. Ich stehe nicht mehr zur Verfügung. Oder besser, frag Vincent, ob er deine Schichten übernimmt.
Nora: Wenn du das so siehst, dann habe ich hier nichts mehr verloren. Es ist besser, wenn ich gehe.
Olivia: Nora, bitte geh nicht. Er ist nur enttäuscht und meint es nicht so.
(Nora blieb beleidigt stehen)
Joseph: Haben wir nicht gesagt, dass wir bis zum Ende zusammenhalten? Wir werden alle zu Madam gehen und dafür sorgen, dass sie dich wieder einstellt.
Ricardo: Das wird nichts bringen.
George: Hinter all dem steckt bestimmt Vincent. Ich erkenne das Böse, wenn ich es sehe. In meiner Heimat bin ich ihm oft begegnet, bevor ich geflohen bin.
Olivia: Das glauben wir auch.
Joseph: Aber warum Vincent? Was hat er davon, wenn du nicht mehr hier bist?
George: Einer weniger!
Joseph: Einer weniger?
George: Damit hat er einen weniger, der auf Madam und das Hotel aufpasst.
Joseph: Dann werde ich mal zu diesen Herren gehen und ihnen eine Lektion erteilen, die er nicht vergisst.
Ricardo: Mach dir nicht die Hände schmutzig. Du würdest nur deinen Job verlieren. Willst du das wirklich riskieren?
Nora: Ricardo, was können wir für dich tun?
Ricardo: Tut mir einen Gefallen. Passt auf Madam auf. Sie braucht jetzt euren Schutz.
Olivia: Darauf kannst du dich verlassen. Ich gehe zur Madam, vielleicht finde ich etwas heraus, das uns weiterhilft.
(Bevor Olivia ging, umarmte sie Ricardo und flüsterte ihm ins Ohr) "Alles wird gut! Du wirst sehen".
Olivia verließ den Keller.)
Ricardo: Würdet ihr bitte so nett sein und mich allein lassen? Ich möchte noch ein wenig hier alleine sitzen.
George: Ja, natürlich.
(George, Joseph und Nora verlassen den Raum. Das Licht fällt auf Ricardo. Er blickt auf seine Schuhe, die schmutzig geworden sind. Wütend wirft er die alten Holzkisten gegen die Wand. Das Licht erlischt.)
2.Akt 3.Szene
(Westflügel Stuhlanordnung, mehrere alte Stühle waren verteilt, Joseph und Nora saßen auf einem davon.)
Nora: Ich kann es mir nicht vorstellen, dieses Hotel ohne Ricardo. Soll das jetzt wirklich alles ein Ende haben? Unvorstellbar. Ich könnte es bereits sehen. Das Tanzlokal ich habe mir alles schon vorgestellt. Dort hinten die Bühne mit einer großen Big Band, davor die Tanzfläche und ringsherum die Tische. In meinem Träumen könnte ich es sehen.
Joseph: Es ist unfassbar. Ohne Ricardo wird dieses Hotel einfach nicht mehr das Gleiche sein. Das Menü für die Eröffnungsfeier habe ich bereits fertiggestellt. Ich habe sogar schon eine Vorstellung davon, wie jeder Teller aussehen wird.
Nora: Dieser Traum ist wohl, wie eine Seifenblase zerplatzt. (Musik)
(Beide stehen auf und bewegen sich zur Mitte der Bühne. Während Nora und Joseph singen, steigen sie langsam auf, als wären sie in einer Seifenblase.)
Nr. 12 Was wird aus unseren Träumen
Am Ende des Liedes platzt die Seifenblase und beide stürzen zu Boden.
2.Akt 4. Szene
(Im Büro von Madam Gloria herrscht aufgeregtes Treiben. Sie hört ein Klopfen an der Tür.)
Gloria: Herein.
Olivia: Madam, darf ich Sie kurz sprechen?
Gloria: Wenn es um Richard geht, kann ich nichts für Sie tun.
Olivia: Ich möchte es nur verstehen. Gestern schien noch alles in Ordnung zu sein.
Gloria: Das würde ich auch gern verstehen. Wie aus einem Teil der Saat zwei so grundverschiedene Menschen hervorgehen können. Der eine voller Herz und Leidenschaft, der andere voller Neid und Missgunst.
Olivia: Ein Teil der Saat? Wovon sprechen Sie?
Gloria: Ja, von der Saat. Ich werde Ihnen ein großes Familiengeheimnis anvertrauen, das nur Señora Castillo und ich kennen. Vielleicht können Sie es mir erklären, denn ich finde keine Antwort.
Olivia: Ich möchte es versuchen!
Gloria: Wie Sie vielleicht wissen, hatte ich eine Schwester.
Olivia: Ich habe davon gehört. Niemand spricht darüber. Jeder im Hotel weiß, dass es ein großes Tabuthema ist.
Gloria: Weil es nach all den Jahren immer noch sehr schmerzhaft ist. Sie müssen wissen, dass ich meine Schwester sehr geliebt habe. Sie hätten sie sicherlich gemocht. Jeder mochte sie. Meine Schwester Victoria war lebensfroh. Sie liebte das Leben, war immer lustig und bei den Männern sehr beliebt. Wie soll ich sie nur beschreiben? Sie nahm das Leben, wie es kam, und machte sich nie Sorgen. Bis sie Vincents Vater kennenlernte. Danach war sie nur noch besorgt. Sie hatte sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Sie wollte nur ihn. Meine Eltern waren damit nicht einverstanden. Nicht weil er arm und ein Mitarbeiter war – das war meinen Eltern egal. Solange er anständig und fleißig war, war jeder bei meinen Eltern willkommen. Das Problem war, dass er ein Schlitzohr war.
Olivia: Wie haben Sie erfahren, dass er ein Schlitzohr war?
Gloria: Er veranstaltete regelmäßig Pokerabende im alten Stuhllager und betrog die Mitarbeiter um ihr Geld. Einige beschwerten sich daraufhin über ihn. Meinem Vater blieb keine andere Wahl, als ihn zu entlassen.
Olivia: Wusste Ihre Schwester davon?
Gloria: Sie wollte es nicht wahrhaben. Sie war völlig von diesem Mann eingenommen. Vincent hat den gleichen Charme wie sein Vater geerbt.
Olivia: Warum dann die gleiche Saat?
Gloria: Eines Tages erschien eine junge Frau mit einem sechs Monate alten Baby auf dem Arm in der Lobby. Sie suchte ihren Mann, der seit zwei Wochen nicht mehr nach Hause gekommen war. Es war derselbe Mann, mit dem meine Schwester zuvor durchgebrannt ist, da war sie bereits Schwanger.
Olivia: Wusste Ihre Schwester, dass der Mann verheiratet war?
Gloria: Ja, das wusste sie. Aber es war ihr gleichgültig. Sie wollte nur ihn.
Olivia: Die junge Frau war Ricardos Mutter! Ricardo und Vincent sind Brüder!
Gloria: Halbbrüder!
Olivia: Weiß Ricardo davon?
Gloria: Nein, aber manchmal scheint es, als würde er etwas ahnen, besonders wenn er Vincent so ansieht. Ich kann mir sonst nicht erklären, warum er Vincent immer wieder beschützt hat. Er besitzt einfach einen guten Instinkt. Wie dem auch sei. Meine Schwester ist mit einem verheirateten Mann durchgebrannt, der es nur auf ihr Geld abgesehen hatte. Er hinterließ eine mittellose junge Frau mit einem Baby, die kaum unsere Sprache beherrschte und weit weg von ihrer Heimat war. Sie können sich den Skandal vorstellen, den das ausgelöst hätte. Meine Familie wollte das um jeden Preis verhindern. Sie schämten sich so sehr und fühlten sich verpflichtet, der jungen Frau zu helfen. Sie boten ihr einen Job und ein Zimmer hier an, damit sie über die Runden kommt.
Olivia: Was ist mit Ihrer Schwester passiert?
Gloria: Wir hatten keine Ahnung, wohin meine Schwester gegangen war. Ich habe all die Jahre versucht, sie zu finden. Irgendwann erfuhr ich von einem Detektiv, dass der Vater von Ricardo und Vincent bei seinen Betrügereien von der Mafia in Las Vegas erschossen wurde. Eines Tages erschien meine Schwester mit einem kleinen Jungen in der Hotellobby. Mein Vater weigerte sich, sie wieder aufzunehmen. Es brach meiner Mutter das Herz, doch sie konnte nichts tun. All ihr Betteln und Flehen konnten sein Herz nicht erweichen. Davon erfuhr ich erst Jahre später. Der Detektiv teilte mir nach langem Suchen mit, dass meine Schwester mittellos an Tuberkulose gestorben war und Vincent in verschiedene Pflegeheime kam. Meine Eltern starben kurz nach meiner Schwester. Ich habe nie aufgehört, all die Jahre nach Vincent zu suchen. Erst als er 12 Jahre alt war, fand ich ihn. Vielleicht war es da bereits zu spät?
Olivia: Ihr Vater hat Ricardo hier im Hotel wohlbehütet aufwachsen lassen, während sein eigenes Fleisch und Blut seine ganze Kindheit in verschiedenen Pflegeheimen verbringen musste.
Gloria: Ja, das stimmt. Glauben Sie mir, ich bin nicht stolz darauf. Mein Vater war so blind vor Wut und voller Hass auf Vincents Vater, dass er meiner Schwester nicht verzeihen konnte.
Olivia: Weiß Vincent, dass Ricardo sein Halbbruder ist?
Gloria: Das ist durchaus möglich. Glauben Sie, dass daher der Hass auf Ricardo und das Hotel rührt? Im Hotel wurde schon immer viel geredet. Vielleicht hat Vincent eins und eins zusammengezählt.
Olivia: Das würde einiges erklären.
Gloria: Wie meinen Sie das?
Olivia: Ricardo war immer in diesem Hotel, es ist sein Zuhause. Er könnte eine viel bessere Bindung zu Ihnen aufbauen. Im Gegensatz dazu hatte Vincent nie ein richtiges Zuhause. Seit er klein war, wurde er immer wieder weggeschickt. Wollte Vincent nach Europa?
Gloria: Anfangs nicht, aber später gefiel ihm die Idee sehr gut. Er ging ohne Groll nach Europa.
Olivia: Da bin ich mir nicht mehr so sicher.
Gloria: Ich hatte nur Vincents Bestes im Sinn. Sie müssen mir das glauben. Ich habe Vincent nicht weggeschickt. Ich ließ ihn nach Europa gehen, damit er etwas lernt und die Tradition hier in diesem Hotel weiterführen kann. Ich wollte nur das Beste für ihn. Ich verstehe nicht wie das passieren könnte
Olivia: Was passiert nun mit Ricardo?
Gloria: In Moment kann ich nichts machen. Die Jubiläumsfeier steht uns noch bevor. Da muss alles perfekt laufen. Mein Kopf ist zu voll, um klar zu denken. Nach der Feier kann wieder klar denken. Dann werden wir eine Lösung finden. Bitte gehen Sie zu George und informieren Sie ihn, dass er nichts Unüberlegtes gegen Vincent unternehmen soll. Ich kann es mir nicht leisten, noch jemanden zu verlieren.
(Olivia machte Anstalten zu gehen und stand bereits an der Tür)
Gloria: Olivia, kein Wort zu irgendjemandem. Nicht zu Joseph, nicht zu Nora zu niemanden. Wir müssen Vincent in dem Glauben lassen, dass er gesiegt hat.
(Olivia nickte und verließ den Raum) (Musik)
Nr. 13 Ich wollte nur das Beste für Ihn
2.Akt 5.Szene
In der Hotellobby hingen überall Banner für die 50-jährige Jubiläumsfeier. Viele Gäste standen mit einem Glas Champagner da. Die Kellner bewegten sich mit vollen Tabletts durch den Raum. Olivia und George begrüßten die ankommenden Gäste. Ein Page versuchte, unbemerkt hinter einer großen '50' zu verschwinden. George bemerkte ihn und ging auf den Page zu.
George: (Der Page stand mit dem Rücke zu ihm)Entschuldigung, gehört Ihr Platz nicht vor die Tür? Was machen Sie hier drinnen? (Der Page dreht sich um) Ricardo, oh mein Gott, was machst du hier? Wenn dich Vincent sieht... Du hast Hausverbot. Was hast du dir dabei gedacht?
Ricardo: Ich musste kommen. Ich wollte das hier nicht verpassen. Es ist mir egal, ob mich Vincent sieht. Wo die Ratte eigentlich?
George: Er ist bisher nicht eingetroffen. Er hätte bereits hier sein müssen. Vincent sollte mit uns die Gäste begrüßen.
(In diesem Moment kam Olivia zu den beiden herüber.)
Olivia: George, was machst du hier hinten? Wir sollten doch die Gäste begrüßen... Ricardo, du bist hier? (Umarmt sofort Ricardo)
Ricardo: Ich wollte diese Feier auf keinen Fall verpassen. Selbst wenn ich mich verstecken muss, wollte ich dabei sein.
Olivia: Ich bin froh, dass du gekommen bist, auch wenn es nicht klug von dir ist, hier zu sein.
Ricardo: Ich fürchte mich nicht vor Vincent; er kann mir nichts mehr anhaben. Wo ist eigentlich Madam? Ich habe sie bislang nicht gesehen.
George: Sie ist bis jetzt nicht eingetroffen.
Ricardo: Sie ist noch nicht hier? Madam kommt niemals zu spät.
George: Jetzt, wo du es erwähnst... Sie lässt ihre Gäste wirklich ungern warten. Vincent ist nicht da, und Madam ebenfalls nicht. Das ist wirklich ungewöhnlich.
Olivia: Du glaubst doch nicht, dass Vincent Madam etwas antun könnte?
Ricardo: Ich traue Vincent jetzt alles zu. Wir müssen schnell zu ihr. Sie ist sicher noch in ihrer Penthouse.
George: (hält Ricardo am Arm zurück) Warte, Ricardo! Wir müssen Hilfe holen. Es könnte gefährlich sein, da hochzugehen!
Ricardo: Genau deswegen dürfen wir keine Sekunde verlieren! Madam könnte in Gefahr sein.
Olivia: George, lass uns gehen, bevor er etwas Unüberlegtes tut!
George: (lässt Ricardos Arm los) Gut, geh nach oben, ich hole Hilfe.
Ricardo: Olivia, geh mit George! Es könnte Gefährlich werden!
Olivia: Auf keinen Fall! Ich komme mit – darüber gibt´s keine Diskussion!
Ricardo: Warum bist du so eigensinnig? Ich will dich nur in Sicherheit wissen! (Olivia sah ihn entschlossen an) Schon gut, komm mit. – bevor wir noch mehr Zeit verlieren!
George: Seid bloß vorsichtig da oben! Macht nichts Unüberlegtes.
Ricardo: Wir werden aufpassen. Du holst Hilfe – beeil dich!
(Ricardo und Olivia eilten zum Aufzug, der direkt in das Penthouse führte.)
2. Akt 6.Szene
(Penthouse Gloria saß auf einem Stuhl. Vincent war mit zwei Männern im Raum. Einer der Männer bedrohte Gloria mit einer Pistole.)
Mann 1: Es tut mir leid, dass wir uns unter diesen Umständen treffen und ich Ihre Party stören musste. Aber Ihr Goldjunge hat mir sein Wort gegeben, und in meiner Familie hat ein Wort noch Gewicht.
Gloria: Dann kennen Sie meinen Neffen wohl noch nicht so lange. Sonst wüssten Sie, dass sein Wort nichts wert ist. Dann hätte ich nicht das Vergnügen, Sie kennenzulernen.
Mann 1: Warum so feindselig?
Gloria: Weil ich meinen Neffen kenne! Darf ich erfahren, worum es geht? Vielleicht finden wir eine Einigung, und ich kann noch rechtzeitig zu meiner Party.
Mann 1: Sie haben Stil, das gefällt mir. Glauben Sie mir, es ist nichts Persönliches. Ihr Neffe hat mir ein lukratives Geschäft vorgeschlagen. Wir hatten einen guten Deal ausgehandelt.
Gloria: Um welchen Deal handelt es sich, wenn ich fragen darf?
Mann 1: Dieses Hotel?
Gloria: Wirklich, das ist interessant? Wie sieht der Deal aus?
Mann 1: Ihr Neffe hat mir 49 % von diesem Hotel angeboten. Wenn ich Sie beseitige. Das ist ein Geschäft, das kann ich mir nicht entgehen lassen. Wie würde ich sonst meinen Geschäftspartnern gegenüber wirken? Auch wenn es nicht einfach wird, Sie zu beseitigen. Wie gesagt, es ist nichts Persönliches.
Gloria: Was ist Ihr Plan? Haben Sie vor, mich mit zwei Betonklotzen an den Füßen am Hudson River zu ertränken. Wie es bei Ihnen üblich ist.
Mann 1: Bei unbedeutenden Personen greifen wir oft auf diese Methode zurück. Aber für Sie, Madam van Daalen, mussten wir uns etwas Besonderes überlegen.
Gloria: Wie stellen Sie sich das vor? Hunderte von Menschen warten in der Lobby auf mich. Wie planen Sie, mich aus dem Hotel zu bringen?
Mann 1: Wir müssen Sie nicht aus dem Hotel schaffen. Wir werden Sie hier, in Ihrem Hotel, vergiften. Das Gift ist ein leichtes Nervengift. Es wird so aussehen, ob Sie einen Herzinfarkt erlitten haben. Sie haben recht, das ist normale Weise nicht unsere Methode. Aber in diesem Fall. Machen wir eine Ausnahme.
Gloria: So einfach also. Wie wollen Sie mir das Gift verabreichen?
Mann 1: Wir trinken ein Gläschen Champagner zusammen. Sie brauchen keine Angst zu haben. Sie werden nichts spüren. Es geht ganz schnell.
Gloria: Wenn ich mich weigere zu trinken.
Mann 1: Dafür sorgt mein Freund schon, dass Sie trinken.
Vincent: Tante, bitte mach es uns nicht so schwer. Trink doch ein Glas Champagner mit uns, dann ist es auch schneller vorbei.
Gloria: Mit diesen Glas Champagner willst du deinen Sieg genießen? Ich habe mein Testament geändert. Wenn du mich umbringst, wirst du nichts erben.
Vincent: Ich habe längs, was ich will. Mit deinem Tod sind wir endlich quitt. Dein Leben – für das meiner Mutter.
Gloria: Du hasst mich so sehr…und dieses Hotel!
Vincent: Dieses Hotel sollte meiner Mutter gehören! Nicht dir! Es trug ihren Namen, doch du hast es dir einfach genommen.
Gloria: Es zeigt sich erneut, dass du die Geschichte dieses Hotels nicht kennst. Es wurde nach meiner Großmutter benannt, nicht nach deiner Mutter. Mein Großvater ließ in Amsterdam ein Hotel errichten, zu Ehren meiner Großmutter. Mein Vater träumte davon, eine exakte Kopie des Hotels hier in New York zu errichten. Er wollte ein Stück seiner Heimat hier erschaffen, damit wir so glücklich aufwachsen können, wie er einst in Amsterdam. Dieses Hotel sollte ein Ort der Geborgenheit sein, ein Zuhause für jeden.
Vincent: Aber dein Vater hat seiner eigenen Tochter und seinem Enkel dieses Zuhause vorenthalten.
Gloria: Ja, das hat er. Und ich schäme mich dafür. Aber ich habe versucht, es wiedergutzumachen, all die Jahre hindurch. Offensichtlich war das für dich nicht genug.
Mann 1: Das ist ja alles sehr interessant, aber Sie werden verstehen, dass wir jetzt keine Zeit für so etwas haben. Wir müssen uns beeilen, bevor Sie vermisst werden... Angelo, reiche ihr das Glas Champagner.
(Die Aufzugtüren öffnen sich im Penthouse, und Ricardo und Olivia stehen davor. Sie bleiben wie angewurzelt stehen.)
Ricardo: Vincent, was hast du getan?
Mann 1: Ich glaube, Sie waren zu dieser Party nicht eingeladen. Aber wenn Sie schon hier sind, dürfen Sie gerne bleiben und mit uns etwas trinken.
Vincent: Ja, bleibt und trinkt ein Gläschen Champagner mit mir. So werde ich euch endlich los.
Gloria: Das würde ich nicht empfehlen. Das Glas Champagner ist vergiftet. (zwinkert beiden zu)
Ricardo: Madam, fühlen Sie sich gut? Haben Sie davon getrunken? Wenn du ihr etwas angetan hast, schwöre ich, ich bringe dich um.
Vincent: Warum so dramatisch? Und wie beabsichtigst du das anzustellen?
Ricardo: George holt bereits Hilfe. Er hat alle Eingänge bewachen lassen. Ihr kommt hier nicht mehr raus.
Vincent: Du bluffst nur. Niemand wird kommen.
Gloria: Bist du dir da so sicher? George hat dir nie vertraut. Ich kann mir gut vorstellen, dass er Vorkehrungen für solch eine Situation getroffen hat.
Vincent: Dann sollten wir uns beeilen. Schließlich will ich heute noch etwas anderes feiern, und ich meine nicht die Jubiläumsfeier.
Gloria: Dass du ausgerechnet den Tag der Jubiläumsfeier dafür gewählt hast. Nichts ist dir heilig.
Vincent: Der Tag schien mir angemessen. Vor lauter Stress über die Jubiläumsfeier ist meine Tante an einem Herzinfarkt verstorben. Dieser Stress war einfach zu viel für sie. Die Erklärung würde der Polizei und der Presse bestimmt plausibel erscheinen.
Ricardo: Dieses Mal wirst du damit nicht durchkommen. Die Polizei wird jeden Augenblick hier sein.
Mann 1: Junge, bleib ruhig. Wer braucht schon die Polizei? Wir sitzen hier nur gemütlich und trinken ein Glas Champagner auf das Jubiläum.
Olivia: Und dafür brauchen Sie eine Pistole?
Mann 1: Das ist nur zu meiner Sicherheit.
Olivia: Gegen wem bitte? Gegen……eine alte Dame?
Gloria: Miss Underwood, ich möchte doch sehr bitten!
Olivia: Entschuldigen Sie, Madam, das war nicht so gemeint.
Mann 1: Gut, das war nicht der Plan. Aber es sieht so aus, als wäre die Party vorbei. Wir sollten jetzt besser gehen, bevor die Polizei eintrifft.
(Er signalisierte Angelo, dass sie gehen sollten.)
Vincent: Und was wird aus unserem Deal?
Mann 1: Der Deal ist geplatzt! Wir werden aber noch darüber sprechen.
(Die Aufzugstür öffnet sich und George steht darin. Gloria sieht George und scheint erleichtert.)
George: Wohin so eilig? Sie wollen uns doch nicht schon verlassen? Ich muss Sie leider enttäuschen, hier kommen Sie nicht raus. Die Polizei ist bereits in der Lobby.
Vincent: Wie konnten sie so schnell hier sein?
George: Hättest du die Gästeliste studiert, wüsstest du, dass der Polizeichef von New York unter unseren Gästen ist. Ich habe ihn sofort informiert, und er hat alles schnell in die Wege geleitet. Die halbe Polizei von New York ist jetzt hier.
Mann 1: Wir können uns sicherlich einigen. Bisher ist niemand zu Schaden gekommen.
Gloria: Es tut mir leid! Ich habe bereits einen Deal gemacht.
Mann 1: Welchen Deal?
Gloria: Als George herausfand, mit wem Vincent sich heimlich trifft, habe ich einen Deal mit dem Polizeichef ausgehandelt.
Mann 1: Das war alles eine Falle?
Gloria: Glauben Sie wirklich, ich hätte es so weit gebracht, wenn ich meinen Verstand nicht benutzen würde? Ich gehe doch nicht mit einem Messer zu einer Schießerei.
Mann 1: Gut gespielt, Lady. Aber glauben Sie wirklich, ich hätte es so weit gebracht, wenn es keine Konsequenzen gäbe?
Gloria: Wahrscheinlich nicht. Also, was schlagen Sie vor, um aus dieser misslichen Lage herauszukommen?
Mann 1: Wenn Sie mich gehen lassen, haben Sie meinen persönlichen Schutz gegen jeden, der Ihnen oder Ihrer Familie etwas antun möchte. Oder möchten Sie lieber jeden Tag mit der Angst leben, dass Ihnen oder dem Hotel etwas zustößt? Meine Befehle reichen auch über Gefängnismauern hinaus.
Gloria: Das glaube ich Ihnen sofort... Ihr Wort darauf?
Mann 1: Mein Wort darauf! Und das meiner Familie. Ich weiß, wie wichtig Ihnen die Familie ist.
Gloria: George, lass ihn und seinen Freund gehen.
Richard: Sie dürfen ihn nicht einfach gehen lassen. Er hatte vor, Sie zu töten. Sein Wort zählt nicht, er ist ein Gangster.
Gloria: Beruhigen Sie sich, Richard. Vertrauen Sie mir, es ist das Beste so. Denken Sie an die Gäste in der Lobby. Ich will nicht, dass sie etwas mitbekommen oder Schaden erleiden.
Mann 1: Kleiner, überlass das Geschäft lieber den Großen.
Gloria: Ich bitte Sie um einen Gefallen, verschonen Sie meinen Neffen und behalten Sie ihn im Auge. Er hat sich auf etwas eingelassen, dem er nicht gewachsen ist.
Mann 1: Auch wenn er Sie töten wollte? Wenn ich ihn ausschalte, sind Sie ihn los und müssen keine Angst mehr vor ihm haben.
Gloria: Sie sagten, Sie würden jedes Mitglied meiner Familie beschützen. Wenn Sie ihn im Auge behalten, wird dem Hotel und mir nichts zustoßen. Das ist der Deal.
Mann 1: Sie haben mein Wort!
(Beide reichen sich die Hand und besiegeln damit den Deal.)
Ricardo: Schon wieder lassen Sie Vincent einfach davonkommen, ohne Konsequenzen. Er wird niemals aufhören, sich rächen zu wollen.
Gloria: Richard, er ist am Ende. Er hat alles verloren. Vincent wird nie wieder einen Fuß in dieses Hotel setzen. Von nun an wird er auf sich allein gestellt sein.(wendet sich an Vincent) Vincent, du wirst heute noch deine Anteile an mich übertragen. Ansonsten...
Vincent: Ansonsten was, Tante?
Gloria: Andernfalls entziehe ich dir den Schutz vor diesen Männern. Dann bist du vogelfrei.
Vincent: Das darfst du nicht tun. Du würdest deinen Neffen niemals töten lassen.
Gloria: Du hast gerade deinen Bonus verspielt. Bist du sicher, dass du das riskieren möchtest?
Mann 1: Mein Junge, ein guter Geschäftsmann, erkennt, wann er geschlagen ist.
Vincent: Bereitet die Papiere vor!
Gloria: (Gloria geht zu einem Sekretär und nimmt ein Dokument heraus.) Welch ein Zufall, ich habe bereits ein Schriftstück vorbereitet. Du musst es nur noch unterschreiben.
Vincent: Warum wundert mich das nicht? Wie immer perfekt vorbereitet. (Vincent ging zum Sekretär und unterschrieb widerwillig das Papier.)
Mann 1: Jetzt, da wir uns einig sind, wie kommen wir unbemerkt hier raus, ohne der Polizei in der Lobby in die Arme zu laufen?
Gloria: Es gibt einen Geheimgang, der in die nächste Etage führt. Von dort aus gibt es ein Treppenhaus, das direkt in den Keller führt. Im Keller befindet sich ein Tunnel, der Sie zur Bar gegenüber bringt. Der Tunnel ist ein Relikt aus der Zeit der Prohibition.
Mann 1: Woher soll ich wissen, dass das keine Falle ist und die Polizei nicht schon auf uns wartet?
Gloria: George wird Sie begleiten, bis Sie in Sicherheit sind. Sie haben mein Wort.
Mann 1: Gut das reicht mir, dann lasst uns gehen, bevor die Polizei hier eintrifft.
(Gloria ging zu einem großen Bücherregal. Sie öffnete einen Geheimgang. George, Vincent und die Männer verließen den Raum durch den Geheimgang.)
Ricardo: Geht es Ihnen gut?
Gloria: Jetzt geht es mir gut, ich habe bekommen, was ich wollte. Darauf müssen wir anstoßen.
(Sie nahm das Glas Champagner und trank es in einem Zug aus.)
Olivia: Madam, was tun Sie? In diesem Glas war doch das Gift.
Gloria: Ach, Liebes, es gab nie ein Gift.
Olivia: Wie, es gab kein Gift?... War das alles nur inszeniert?
Gloria: Es war alles Teil des Plans. Ich dachte, Sie hätten es bemerkt?
Ricardo: Bemerkt?
Olivia: Ja, was meinen Sie mit bemerkt?
Gloria: Ich hatte Ihnen vorhin zugezwinkert. Ist Ihnen das nicht aufgefallen?
(Die Aufzugtür öffnete sich. George und Rita standen im Aufzug. Beide näherten sich Madame.)
Gloria: Hat es funktioniert?
Rita: Ja, es hat funktioniert!
George: Ich kann es kaum glauben, dass es funktioniert hat!
Olivia: Könnte uns bitte jemand aufklären, was hier vor sich geht?
Ricardo: Was ist eben passiert? Tita, was machst du hier? Sag nicht, dass du auch in diesen Plan verwickelt bist.
Rita: Wie soll ich es dir erklären... Vincent hat von Anfang an auf das falsche Pferd gesetzt.
Ricardo: Auf das falsche Pferd?
Rita: Wir haben Vincent auf eine falsche Spur geführt. Der Mann von eben ist ein alter Freund deines Tito.
Ricardo: Das wird ja immer besser! Mein Onkel kennt jemanden aus der Mafia. Ich kann es nicht fassen. Gehört Tito auch zur Mafia?
Rita: Sei nicht albern. Dein Tito würde keiner Fliege etwas zuleide tun. Niemand hier gehört zur Mafia. Der Freund ist ein seriöser Geschäftsmann, der in seiner Freizeit gerne schauspielert. Wir haben Vincent lediglich glauben lassen, er sei ein Mafiaboss. Das Einzige, was nicht geplant war, ist, dass ihr dazwischen platzt. Aber letztendlich ist alles gut ausgegangen.
Ricardo: Das war alles nur gespielt? Wie lange treibt ihr dieses Spiel schon?
Rita: Seit Vincent zurück ist. Madam bemerkte sofort, dass das Testament verschwunden war. Dass Vincent nichts Gutes im Sinn hatte, war ihr klar. Um kein Risiko einzugehen, zog sie George und mich zurate. Wir legten einen Köder aus. Allmählich formte sich ein Plan. Nun mussten wir nur noch darauf warten, dass der Fisch anbeißt.
Ricardo: Er ist schon so lange wieder zurück und ich habe nichts bemerkt. Warum habt ihr nichts gesagt? Ich hätte helfen können. Stattdessen habt ihr mich im Glauben gelassen. Vincent ist der Gewinner.
Gloria: Man sieht Ihnen jede Emotion an. Richard, Sie sind ein miserabler Schauspieler. Vincent hätte Sie sofort durchschaut, wenn Sie etwas gewusst hätten. Außerdem wussten wir nicht, wie Sie reagieren würden, wenn Sie vom Plan erfahren hätten.
Ricardo: Warum? Weil er mein Halbbruder ist?
Rita: Du wusstest es und hast nie etwas gesagt.
Ricardo: So schlecht bin ich dann doch nicht als Schauspieler!?
Rita: Woher weißt du es?
Ricardo: Meine Mutter hatte immer ein Bild meines Vaters bei sich. Vincent sieht ihm sehr ähnlich, nur dass Vincents Haare heller sind. Ich konnte mir eins und eins zusammenzählen.
Rita: Hat deine Mutter dir denn nie etwas darüber erzählt?
Ricardo: Nein, das musste sie nicht. Hätte ich sie gefragt, hätte es ihr nur wehgetan, und das wollte ich nicht. Sie ist nie darüber hinwegkommen, dass mein Vater sie verlassen hat.
Gloria: Richard, es tut mir leid. Ich hätte Ihnen mehr vertrauen sollen. Wir durften dieses Risiko nicht eingehen.
Ricardo: Sie haben wohl Recht. Aber der Plan war sehr riskant. Was, wenn Vincent Verdacht schöpft und zurückkehrt?
George: Was den Polizeichef betrifft, so war das keine Lüge. Er hat auf mein Zeichen hin bereits auf Vincent gewartet, der nun auf dem Weg ins Gefängnis ist.
Gloria: Olivia, bitte nehmen Sie es mir nicht übel, dass wir Sie nicht in den Plan eingeweiht haben. Es stand zu viel auf dem Spiel. Je weniger davon wussten, desto sicherer konnten wir sein, dass Vincent nichts erfahren würde.
Olivia: Übel nehmen? Wie könnte ich Ihnen das jemals übel nehmen? Das war das Beste, was ich je gesehen habe. Darf ich Sie etwas fragen?
Ricardo: Olivia, echt jetzt? Wir sind endlich Vincent los, und du hast noch Fragen?
Olivia: (Ignoriert Ricardo) Wie geht es Ihnen?
Gloria: Wie bitte?
Olivia: Sie haben soeben Ihren Neffen ins Gefängnis gebracht. Er war doch Ihre einzige Familie.
Gloria: Ihr seid meine Familie! Ich habe mich schon vor langer Zeit damit abgefunden. Vincent hatte genügend Gelegenheiten, ein Teil dieser Familie zu sein. Wer vor Mord nicht zurückschreckt, hat keinen Platz in dieser Familie. Es betrübt mich zutiefst, dass es so weit kommen musste. Lasst uns das für heute Abend vergessen. Die Pflicht ruft. Die Gäste warten bereits auf uns. Wir sollten uns zur Party aufmachen.
(Alle verließen gemeinsam den Raum)
2.Akt 7.Szene
Im Lobbybereich räumten die Angestellten gerade die letzten Überreste der Party weg. George und Olivia standen an der Rezeption und plauderten. Ricardo näherte sich ihnen mit einem Koffer. Beide umrundeten die Rezeption, um Ricardo entgegenzugehen.
George: Hallo Ricardo, wie ich sehe, bist du bereit, wieder einzuziehen.
Ricardo: Noch nicht ganz!
Olivia: Was meinst du damit?
Ricardo: Ich war bei Madame, um mich zu verabschieden, denn ich werde für einige Zeit nicht zurückkehren.
Olivia: Was?
George: Was hast du vor?
Ricardo: Ich hatte ausreichend Zeit, darüber nachzudenken. Vincent hatte in einem Punkt recht: Ich habe noch viel zu lernen, wenn sich all meine Träume erfüllen sollen. Deshalb werde ich nach Europa gehen.
Olivia: Nach Europa?
George: Wie lange?
Ricardo: Solange wie nötig!
Olivia: Aber warum? Du brauchst das doch nicht. Was bringt es dir? Ich verstehe das nicht.
Ricardo: Was ist daran so schwer zu verstehen? Die letzten Monate haben mir klargemacht, dass ich eigentlich nichts weiß. Olivia, ich bin dir so dankbar, dass du mir die Augen geöffnet hast. Dein Wissen und deine Erfahrungen haben mich zu diesem Schritt inspiriert.
Olivia: Du musst doch nicht wegen der Arbeit nach Europa gehen.
Ricardo: Aber du hast doch gesagt, ich sollte unbedingt nach Europa gehen.
Olivia: Ja, zum Urlaub machen, nicht um dort zu arbeiten.
Ricardo: Versteh doch, dieser Schritt ist nicht einfach für mich. Mach es mir bitte nicht schwerer.
Olivia: George, sag doch auch mal was dazu!
George: Wir werden dich sehr vermissen.
Olivia: Was redest du da? Das hilft mir nicht. Du darfst jetzt nicht gehen.
George: Olivia, er muss gehen. Er tut es für dich.
Olivia: Für mich, warum?
George: Olivia, siehst du das denn nicht?
Olivia: Ich sehe nur, das es nicht nötig ist. Deswegen musst du nicht weg. Ricardo du bist das Hotel. Du bist das Herz und Seele von hier.
Ricardo: Ich möchte aber mehr sein als nur das Herz und Seele vom Hotel. Nicht nur für das Hotel.
Olivia: Das bist du doch! Bitte, du musst nicht gehen.
Ricardo: Ich muss das tun. Ich sehe sonst keine Zukunft weder für das Hotel noch für mich…………..neben dir.
Olivia: (Ricardo umarmte Olivia, sie weinte) Ich werde dich schrecklich vermissen. Was mache ich hier ohne dich?
Ricardo: Du hast hier Freunde, und zusammen werdet ihr es schaffen. Madam ist auch noch da – du bist nicht allein.
Olivia: Es wird nicht dasselbe sein... (wischt sich die Tränen vom Gesicht, wendet sich ab und geht eilig fort.)
Ricardo: (blickt ihr traurig nach) würdest du mir noch einen Gefallen tun? Bitte sag Nora und Joseph, dass ich mich verabschieden wollte. Ich konnte sie nirgendwo finden und muss nun gehen, mein Flug geht bald.
George: Mach dir keine Sorgen um die beiden; sie werden es verstehen. Ich werde es ihnen ausrichten. (Ricardo umarmte George zum Abschied. Dann ging er traurig zur Tür, drehte sich noch einmal um.)
Olivia: Ricardo... bitte warte. (Sie lief zu Ricardo) Hier ist mein Notizbuch. Darin findest du alle Adressen und Informationen, die für dich wichtig sein könnten.
Ricardo: Danke, ich weiß, wie viel dir dein Notizbuch bedeutet. Du wirst es zurückbekommen.
Olivia: Das Wichtigste ist, dass du zurückkommst.
Ricardo: Das werde ich.
Olivia: Wirst du mir schreiben?
Ricardo: Ich werde dir jede Woche schreiben.
Olivia: Das will ich dir auch raten.
Ricardo: Wirst du mir zurückschreiben?
Olivia: Auf jeden einzelnen Brief.
Ricardo: Ich werde jetzt gehen. Bevor ich es mir noch anders überlege. Der Abschied fehlt mir wirklich nicht leicht.
Nr. 14 Die Zeit bringt ihn mir zurück.
Rita
Du brichst auf in eine neue Welt,
(Ricardo griff nach seinem Koffer und schritt durch die Tür. Der Uhrzeiger drehte sich und stoppte bei 1953. Ricardo trat mit einem Koffer wieder durch die Tür. George stand an der Rezeption und griff sofort zum Telefon. Ricardo blieb in der Mitte der Lobby stehen, setzte seinen Koffer ab und sah sich um. George legte auf und ging auf Ricardo zu.)
George: Ricardo, unglaublich, du bist es wirklich. Warum hast du uns nicht gesagt, dass du kommst? Wir hätten dich abholen können.
Ricardo: Ich wollte euch Überraschung!
George: Das ist dir gelungen.
Ricardo: Du hast sicher schon Bescheid gesagt.
George: Ähm, ja.
Ricardo: Das ist dein Job, du bist schließlich der Concierge.
George: So ist es, komm her, mein Junge, lass dich umarmen. (Sie umarmen sich) Du hast dich sehr verändert. Du wirkst so erwachsen. Europa hat dir wirklich gutgetan.
Ricardo: Es war unglaublich. Europa ist wunderschön.
George: Leider habe ich nicht mehr so gute Erinnerungen daran. Ich bin froh, dass ich jetzt hier bin.
Ricardo: Ich bin auch froh, wieder hier zu sein.
(Die Aufzugtür glitt auf, und Olivia trat heraus. Einen Moment blieb sie reglos stehen, ihr Blick suchte und fand Ricardo, der in der Lobby stand. Ohne zu zögern setzte sie sich in Bewegung, ihre Schritte wurden schneller, je näher sie ihm kam.
Olivia: Du bist hier. Das kann ich kaum glauben.
Ricardo: Ich wollte dich eigentlich überraschen! Aber George kam mir zuvor.
Olivia: Du hast du mich überrascht. (Sie ging auf Ricardo zu und umarmte ihn fest. George ging zurück zur Rezeption.)
Ricardo: Es ist schön zu sehen, dass sich kaum etwas verändert hat. Deine Haare sind nur etwas kürzer geworden.
Olivia: Das ist momentan der Trend!
Ricardo: Gefällt mir!
Olivia: Du hast dir einen Schnurrbart stehen lassen.
Ricardo: Das ist momentan der Trend!
Olivia: Gefällt mir!
Ricardo: Wo sind die anderen? Ich würde ihnen gerne Hallo sagen!
Olivia: Joseph ist sicherlich in seinem Büro. Jetzt, da er Küchendirektor ist, hat er kaum noch Zeit, selbst zu kochen. Und Nora stellt wahrscheinlich gerade ihr Programm für heute Abend zusammen. Das Tanzlokal ist jeden Abend voll. Viele Gäste kommen nur, um ihr zuzuhören. Ihr geht es momentan wirklich gut.
Ricardo: Offensichtlich hat sich einiges verändert. Ich bemerke, dass du alles fest im Griff hast.
Olivia: Manchmal ist es wirklich anstrengend. Aber gemeinsam meistern wir das sehr gut.
Ricardo: Ich werde später nach den anderen sehen. Zuerst möchte ich jedoch zu Madam. Ist sie in ihrem Büro?
Olivia: Bevor wir zu Madam gehen, gibt es etwas, das ich dir von ihr übergeben muss.
Ricardo: In Ordnung, was ist so wichtig?
Olivia: Es dauert nicht lange. Können wir dafür bitte ins Büro gehen?
Ricardo: Ja, natürlich, wenn es nicht warten kann.
(Ricardo verabschiedet sich von George. Olivia und Ricardo gingen zum Aufzug und stiegen ein. Die Aufzugtür schließt sich.)
2.Akt 8.Szene
(Im Büro der Madam)
Ricardo: Das Büro der Madam ist dein Büro? Wow, ich bin beeindruckt.
Olivia: Es war bis jetzt meins, aber nun wird es deins.
Ricardo: Meins?
Olivia: Madam wollte das ich dir das gebe.
(Olivia reichte ihm einen Brief. Ricardo nahm ihn entgegen und las schnell und erstaunt den Brief durch.)
Ricardo: Hier steht, dass Madam mir das Hotel überschreibt. An mich, aber warum? Was ist mit Madam los, was geht hier vor?
Olivia: Madam ist wohlauf. Ricardo, ihr geht es gut, vertraue mir.
Ricardo: Warum hat sie das getan?
Olivia: Du wirst es bald verstehen. Lass mich nur schnell meine Sachen aus dem Büro holen. Dann können wir zu Madam gehen.
Ricardo: Ich will nicht, dass du dein Büro räumst. Es ist mehr deins als meins. Du hast in den zwei Jahre so hervorragende Arbeit geleistet. Auch wenn mir jetzt dieses Hotel gehört, was ich immer noch kaum glauben kann, würde ich mich freuen, wenn wir das Hotel gemeinsam als Partner leiten könnten.
Olivia: Als deinen Partner?
Ricardo: Ja, als meinen Partner. Das wünsche ich mir seitdem ich gegangen bin.
Olivia: Das war auch mein Wünsch. Es ist schön, dass du wieder hier bist. (Musik spielt)
Nr.15 Geliebter Freund
(Beide küssen sich)
Ricardo: Komm, lass uns zu Madam gehen. Sie wird überrascht sein, mich zu sehen.
(Ergriff Olivias Hand und ging zur Tür. Olivia hielt ihn zurück.)
Olivia: Ricardo, bevor wir zu Madam gehen, muss ich dir etwas sagen. Es ist möglich, dass sie sich nicht an dich erinnert.
Ricardo: Was redest du da? Wie meinst du das? Warum sollte sie sich nicht an mich erinnern? Was ist mit Madam passiert?
Olivia: Wir wissen es nicht genau. Die Ärzte sagen, sie verliert allmählich ihr Gedächtnis. Wir haben viele Ärzte konsultiert, und alle sagen das Gleiche: Es gibt keine Heilung. Sie hat alles versucht. Noch vor einigen Monaten hatte sie vereinzelt gute Tage, aber nun kann sie sich immer seltener an jemanden erinnern.
Ricardo: Seit wann ist das so?
Olivia: Es begann schleichend. Zuvor hatten wir nichts bemerkt. Hin und wieder vergaß sie Kleinigkeiten. Nichts, warum wir uns hätten sorgen machen müssen. Bis vor einem Jahr. Da stand sie im Schlafanzug in der Lobby und wusste nicht mehr, wo sie war. Seitdem wurde es stetig schlimmer. Rita kümmert sich nun um Madame. George und ich besuchen sie regelmäßig.
Ricardo: Warum habt ihr mir nichts erzählt?
Olivia: Madame wusste, dass du deine Europareise abbrechen würdest, wenn du es erfährst. Das wollte sie nicht. Sie hat uns verboten, dir etwas zu sagen.
Ricardo: Ihr hättet es mir sagen müssen!
Olivia: Ich musste es Madame versprechen. Wir alle mussten es ihr versprechen. Obwohl ich mir gewünscht hätte, dass du dadurch früher kommst, konnte ich es dir nicht sagen.
Ricardo: Es tut mir leid, ich wollte nicht so schroff sein. Ich wollte dir keinen Vorwurf machen. Es muss hart für dich gewesen sein, in all den Briefen, die du mir geschrieben hast, nichts davon zu erwähnen.
Olivia: Das war das Schlimmste, was Madam jemals von mir verlangt hat.
Ricardo: Ich würde jetzt gerne zu ihr gehen.
Olivia: Rita wartet bereits auf uns.
(Beide verlassen das Büro)
2.Akt 9.Szene
(Penthouse, Madam lag auf dem Sofa in ihrem schönsten Abendkleid, während Rita neben ihr saß und ihr einen Brief vorlas. Beide wirkten, als würden sie zu einem Cocktailabend aufbrechen. Als die Aufzugtür auf ging.)
Rita: Mein Junge, du bist hier. Es ist so schön, dich zu sehen.
(Ricardo umarmte seine Tante)
Ricardo: Tita, lass mich dich betrachten. Du hast dich kein bisschen verändert.
Rita: Charmant wie immer. Das hat sich auch nicht verändert.
Ricardo: Wie geht es ihr?
Rita: Nicht so gut, heute ist sie nicht in bester Verfassung. Vielleicht machen wir es besser nur kurz für heute.
Gloria: Victoria, endlich bist du da. Wer ist dieser junge Mann? Wieder einer deiner Verehrer?
Olivia: Manchmal verwechselt sie mich mit ihrer Schwester……... Madame, das ist Richard. Er wollte Sie besuchen kommen.
Gloria: Richard? Ich kenne keinen Richard. Sind Sie neu in unserem Hotel?
Ricardo: Nein, Madame, ich habe hier vor langer Zeit gearbeitet.
Gloria: Es tut mir leid, ich kann mich nicht an Sie erinnern. Bitte verzeihen Sie mir. Mein Vater hat im Laufe der Jahre so viele Mitarbeiter eingestellt, dass ich mich unmöglich an jeden Einzelnen erinnern kann.
Ricardo: Das ist nicht schlimm, dafür kann ich mich umso besser an Sie erinnern Madam.
Gloria: Madam? Warum nennt mich jeder immer Madam? Ich bin doch nicht alt, ich habe gerade erst mein zwanzigstes Lebensjahr vollendet.
Ricardo: Weil es keine Frau es mehr verdient als sie so genannt so werden. Sie sind eine Grande Dame.
Gloria: Nun machen Sie sich aber über mich lustig.
Ricardo: Das käme mir nie in den Sinn. Ich schulde Ihnen so viel, und dafür wollte ich mich persönlich bedanken.
Gloria: Ich weiß nicht genau, was ich getan habe, um Ihren Dank zu verdienen, aber ich nehme ihn gerne an. (Gloria wurde unruhig. Sie stand hastig auf) Bitte entschuldigen Sie mich jetzt, ich möchte noch einige Gäste verabschieden.
Ricardo: (mit zittriger Stimme) Ich möchte Sie nicht länger aufhalten. Es war schön, Sie nach so langer Zeit wiederzusehen.
Gloria: Es war auch für mich eine Freude, Sie kennenzulernen.
Ricardo: Darf ich Sie wieder besuchen?
Gloria: Selbstverständlich, Sie sind jederzeit willkommen. In diesem Hotel ist jeder herzlich willkommen.
Olivia: Vielleicht ist es besser, wenn wir jetzt gehen.
Rita: Kommen Sie, Madam, wir bereiten Sie auf die Gäste vor.
Gloria: Ja, natürlich, die Gäste.
(Ricardo und Olivia verließen langsam den Raum. Kurz bevor sie die Tür erreichten, hielt Ricardo inne und drehte sich noch einmal um. Tränen liefen unaufhaltsam über sein Gesicht, während sein Blick hoffnungsvoll auf Madam gerichtet war. Mit schwerem Herzen wandte er sich ab und ging weiter. Er war schon fast hinaus, schloss langsam die Tür hinter sich. Das leise Klicken des Schlosses hallte wie ein Abschied nach.)
Gloria: Ricardo? Ricardo?... Ricardo... Sie kommen spät Ricardo...Ihr Gesicht ist schon wieder so nass. Sie wissen doch das wir die Gäste verabschieden wollen. Wir können die Gäste nicht verabschieden, wenn Sie ganz verschwitzt sind! Was hat Sie diesmal aufgehalten?
(Ricardo riss die Tür auf und stürmte zu Madam, seine Schritte voller Entschlossenheit. Olivia hingegen wandte sich zu Rita, die ihr bereits entgegenlief. Die beiden fielen sich in die Arme, überwältigt von Freude, während Tränen des Glücks über ihre Gesichter strömten.
Ricardo: Madam, verzeihen Sie meine Verspätung! Der Weg zu Ihnen war kein einfacher, doch jede Hürde war notwendig, um zu dem zu werden der jetzt vor Ihnen steht.
Gloria: Ist Ihre Reise nun beendet? Sind Sie bereit das alles zu übernehmen und die Gäste zu verabschieden?
Ricardo: Ja, das bin ich!
Gloria: (Sieht Ricardo voller Stolz an) Ja, das sind sie! Dann lassen Sie uns gehen. Wir haben die Gäste lang genug warten lassen. Sie wissen ich mag es ganz und gar nicht, wenn die Gäste warten müssen. Olivia ist das Personal bereit.
Olivia: Ja, das sind Sie.
Gloria: Dann kommt, ich hoffe die Gäste hatten einen angenehmen Aufenthalt. Lassen Sie uns sie verabschieden (Musik)
(Der Vorhang öffnet sich und eine große Treppe wird sichtbar, auf der alle Mitarbeiter stehen.)
Nr. 16 Schön, dass Sie da waren. Schön wenn es Ihnen gefallen hat
(Gloria, Ricardo und Olivia steigen die Treppen hinauf und verabschieden sich vom Publikum.)
Nr. 16: Musik zum Verbeugen
Nr. 17: Abschlussmusik
Ende
Ein Musical Play
Buch von Raquel Iglesias Serrano
Personen der Handlung
Ricardo/Richard
Olivia Underwood
Gloria van Daalen
Vincent van Daalen
Rita Castillo
George
Nora
Joseph
Tratschweiber
Mann 1 / Mann 2
Mr. Hill / Miss Hill
Musiknummern
1. Akt
1. Schön, dass Sie da sind, schön Sie zu sehen Gloria, Richard, Chor
2. Im Grunde ist er ein netter Kerl Tratschweiber
3. Keiner sieht mich. Keiner hört mir zu Nora
4. Mein Zuhause ist hier Ricardo
5. Club der Sehnsucht Olivia
6. Können, kann er nichts. Dafür hat er Charme Tratschweibe
7. Bis ans Ende Ricardo, Olivia, Joseph, Nora
8. Kannst du es von oben sehen Gloria, Rita
9. Wie weit werde ich gehen müssen Ricardo, Vincent
10. Ich wusste nichts, von Ihnen George
11. Ich bin der Vincent
2. Akt
12. Was nutzt es zu Träumen Nora, Joseph
13. Ich wollte nur das Beste für Ihn Gloria
14. Die Zeit bringt ihn mir zurück Oliva, Rita
15. Geliebter Freund Ricardo, Olivia
16. Schön, dass Sie da waren, schön wenn es Gloria, Ricardo, Olivia, Chor
Ihnen gefallen hat
Schauplätze
1. Akt
1. Szene Fassade von einen New Yorker Hotel/ Keller im Hotel Holztreppe/ Eingangstreppe
2. Szene Lobby vom Hotel
3. Szene Personalraum
4. Szene Restaurant
5. Szene Personalraum
6. Szene Hotelflur
7. Szene Lobby / Personalraum
8. Szene Stuhllager
9. Szene Rezeption
10. Szene Personalraum
11. Szene Restaurant
12. Szene Büro von Madam
13. Szene Rezeption
14. Szene Küche
15. Szene Personalraum
16. Szene Große Treppe/ Lobby
17. Szene Restaurant
18. Szene Personalraum
19. Szene Bar
20. Szene Rezeption
21. Szene Aufzug vom Hotel
22. Szene Flur vom Hotel/ Große Holztür
23. Szene Büro von Madam
24. Szene Personalraum
25. Szene Bar
2.Akt
1. Szene Personalraum
2. Szene Keller im Hotel
3. Szene Stuhllager
4. Szene Büro von Madam
5. Szene Jubiläumsfeier/Lobby
6. Szene Penthouse von Madam
7. Szene Lobby
8. Szene Büro von Madam
9. Szene Penthouse
10. Szene Große Eingangstreppe
© Raquel Iglesias Serrano. Alle Rechte vorbehalten


